Warum laterale Führung so wichtig ist
Was laterale Führung ausmacht
- Leitung von Projekten oder Transformationsteams
- Fachliche Verantwortung in Matrixorganisationen
- Steuerung von Arbeitsgruppen in Veränderungsprozessen
- Zusammenarbeit in agilen Teams ohne formale Hierarchie
Praxisbeispiele aus dem Arbeitsalltag
- Projektleitung in der Produktentwicklung: Eine Ingenieurin führt ein interdisziplinäres Team aus Marketing, IT und Produktion. Ihre Aufgabe: alle Perspektiven zusammenbringen und Konflikte konstruktiv lösen, obwohl sie niemandem direkt vorgesetzt ist.
- Transformationsteam in einem Konzern: Mitarbeitende aus unterschiedlichen Abteilungen sollen gemeinsam eine neue Software implementieren. Die laterale Führungskraft muss Vertrauen schaffen und für Klarheit sorgen, damit alle an einem Strang ziehen.
- Agile Zusammenarbeit im Start-Up: Hier wechselt die Führungsverantwortung je nach Projekt. Laterale Führung bedeutet, situativ Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig offen zu bleiben für die Expertise anderer.
Erfolgsfaktoren lateraler Führung
1. Klarheit über Rolle und Ziele
2. Kommunikation und Beziehungsgestaltung
3. Konfliktfähigkeit
4. Selbstführung
5. Vertrauen und psychologische Sicherheit
Methoden und Tools für die Praxis
- Fragetechnik: Statt Anweisungen zu geben, durch gezielte Fragen zu Klarheit und Eigenverantwortung anregen.
- Aktives Zuhören: Wiederholen, was man verstanden hat, um Missverständnisse zu vermeiden.
- Feedbackregeln: Beschreiben statt bewerten („Mir ist aufgefallen, dass…“).
- Moderationstechniken: Gespräche strukturieren, Ergebnisse festhalten, Konsens sichtbar machen.
- Reflexion: Eigene Rolle und Wirkung regelmäßig überprüfen.
Herausforderungen und wie man sie überwindet
1. Fehlende Akzeptanz
2. Widerstände im Team
Unterschiedliche Interessen können zu Blockaden führen. Lösung: Konflikte ansprechen, gemeinsame Ziele betonen, unterschiedliche Perspektiven aktiv nutzen.