Die Zukunft für digitales Lernen sieht blende(n)d aus
Learntec

6. Juli 2022

Welche Lernformate können uns dabei unterstützen, in dieser schnelllebigen Zeit nachhaltige Erfolge zu erzielen? Was sind die aktuellen Trends und in welche Richtung bewegt sich die digitale Personal- und Organisationsentwicklung? Mit dieser Fragestellung nehmen wir an der Learntec in Karlsruhe teil.

Die Arbeitswelt ist von ständiger Veränderung geprägt. Da überrascht es nicht, dass auch die Art und Weise, wie wir lernen, sich kontinuierlich entwickelt. Mit der zunehmenden Komplexität und Geschwindigkeit unserer Umwelt, sind neue und flexible Lernmethoden gefragt. Welche Lernformate können uns dabei unterstützen, in dieser schnelllebigen Zeit nachhaltige Erfolge zu erzielen? Was sind die aktuellen Trends und in welche Richtung bewegt sich die digitale Personal- und Organisationsentwicklung?

Mit dieser Fragestellung nehmen wir an der Learntec in Karlsruhe teil – Europas größter Veranstaltung zum digitalen Lernen. Zwischen dem 31. Mai und 2. Juni versammelt sich hier alle, die in der digitalen Bildungsbranche Rang und Namen haben: 11.000 Besucher*innen, 370 Ausstellende aus 19 Ländern. In drei Hallen werden neueste Angebote und Technologien präsentiert, die die Branche in den nächsten Jahren vorantreiben werden. Neben Ständen und Workshops sorgen Vorträge und Networking-Gespräche zu einem angeregten Ideenaustausch in der E-Learning-Community.

Als Anbieter für praxisnahe E-Learning Formate dürfen wir bei der Learntec natürlich nicht fehlen. Wir konnten die Veranstaltung nutzen, um über die Gegenwart und Zukunft des digitalen Lernens zu reflektieren. Sechs Takeaways haben sich für uns herauskristallisiert, die unserer Einschätzung nach die digitale Bildungsbranche in den nächsten Jahren richtungsweisend prägen werden.

Blended Learning ist die Zukunft des organisationalen Lernens

Die Kombination aus selbstgesteuertem Lernen auf der einen und Austausch, Reflexion und praxisnaher Anwendung auf der anderen Seite bietet das Beste aus beiden Welten. Auch „nach Corona“ bieten virtuelle Veranstaltungen eine unschlagbare Flexibilität und erlauben es, Learning Journeys länger und somit nachhaltiger zu gestalten. Digitales Lernen darf nicht als Opposition zum Präsenzlernen verstanden werden – der Mix macht es!

blended learning

Individualisierbare Lernpfade

Es ist ein klarer Trend in Richtung individualisierbare Lernangebote zu erkennen. Keine „One size fits all“-Lösungen, sondern individuell anpassbare Inhalte. Dieser Bedarf lässt sich durch kuratierte Lernangebote erfüllen. Es gilt kund*innenspezifische Lösungen zu entwickeln, die mit einer klaren Storyline und einem konzeptionellen Rahmen versehen werden. Quasi ein „10-Gänge Menü“ basierend auf den individuellen Geschmäckern.

Oder aber die Nutzer*innen treffen die Auswahl. Bei einer solchen Selbstselektion braucht es flexible Strukturen, damit eigene Learning Journeys entwickelt werden können. Sie wählen selbst aus, was sie wann und wie lernen wollen. Dabei werden die Nutzer*innen z.B. durch ein Selbstassessment unterstützt. Die „Buffet“-Lösung. In jedem Fall ist Lernen besonders dann erfolgreich, wenn es speziell auf den Wissensstand, die Präferenzen und die Umgebung des Lernenden ausgerichtet ist.

individualisierung

Skillbasierte Lernangebote

Vermehrt kommen Kompetenzmodelle oder Assessments ins Spiel, um Nutzer*innen individuelle Lernangebote machen zu können. Der Vorteil: Eine erhöhte Relevanz und Akzeptanz der Angebote, die auch noch effizienter sind.  Wenn jemand einen Inhalt bereits beherrscht, wird dieser einfach ausgeblendet. So bleibt Zeit für Neues. Skillbasierte Angebote haben ihren hohen Effekt durch die Selbsteinschätzung des eigenen Leistungsniveaus. Aktive Selbstverantwortung ist hier das Stichwort. Besonders nachhaltig wird es, wenn Lernverhalten an eigene Gewohnheiten anknüpft und Lernen so selbst zur Gewohnheit wird.

In der Kürze liegt die Würze

video

Nicht nur Videos bei YouTube werden immer kürzer, auch in der Bildungsbranche gibt es einen klaren Trend zu knackigen Lerneinheiten. Nuggets, Micro-Learning, Atomic Learning – sie alle bieten kurze, praxisbezogene Impulse. Doch auch hier geht es um den Kontext, denn gemeinsam und gut kombiniert sollten diese Formate eine für die Nutzer*innen nachvollziehbare und nachhaltige Entwicklung ermöglichen

Stärker im Team

Nachdem der Fokus im E-Learning Bereich zu Beginn auf den einzelnen Lernenden und der Selbstständigkeit lag, entstehen nun auch neue Formate und Technologien, die ein virtuelles Miteinander ermöglichen. Soziales Lernen in sogenannten Learning Communities kann ganz unterschiedlich aussehen: Moderiert, komplett selbstorganisiert, oder als Team z.B. in Form von Sprints. In nächster Zeit wird sich in diesem Bereich, sowohl online als auch offline, noch Einiges tun.

team

Auf die Verpackung kommt es an

Bei Lernplattformen und Content ist die Bedeutung der visuellen Aufbereitung nicht zu unterschätzen. Digitale Lernangebote funktionieren besser, wenn sie ansprechend gestaltet und intuitiv bedienbar sind. So werden Nutzer*innen motiviert und auf ihrer Lernreise präventiv unterstützt. Diesbezüglich lässt sich auch über das Metaverse als eine potenzielle neue Lernumgebung diskutieren. VR und AR Technologie-Vertreter*innen waren ebenfalls auf der Learntec vertreten und haben den Besucher*innen demonstriert, wie die Zukunft digitalen Lernens aussehen könnte. Eine spannende Entwicklung, über der aber nach wie vor ein großes Fragezeichen schwebt.

Kurzum: Digitale Lernangebote der nahen Zukunft sollten idealerweise blended, individualisierbar, kurz, aktivierend und schön aufbereitet sein. Es ist nicht verwunderlich, dass ein Großteil von Organisationen inzwischen auf digitales und Blended Learning zurückgreift oder sich zumindest damit auseinandersetzt. Als E-Learning Anbieter ist es unsere Aufgabe, diesen Prozess zu unterstützen und erfolgreich zu gestalten – durch guten Content und einige Tricks. Erfahre mehr darüber, wie Du in deiner Organisation eine erfolgreiche digitale Personalentwicklung implementieren kannst in unserem Whitepaper „Hacking digital learning“.

Samuel Lopez
Business Development Manager
Samuel ist Business Development Manager bei troodi und studierte Interkulturelle Wirtschaftskommunikation in Deutschland und Spanien. Dabei hat er sich auf die Themen Kommunikation, Diversität und Zusammenarbeit konzentriert. Bei Interesse an der Zusammenarbeit mit troodi und unseren Produkten, ist er der richtige Ansprechpartner.

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